Der Briefkasten, der sich selbst organisiert
Sortio sortiert Post und Dokumente automatisch, erkennt Fristen und erinnert rechtzeitig — Schluss mit Papierstapeln und vergessenen Rechnungen.
Sortio (sortio.ch) ist eine Dokumenten-App von loaded.ch: Post fotografieren oder importieren, die KI klassifiziert das Dokument, erkennt Beträge und Fristen und erinnert, bevor etwas anfällig wird. Die iOS-App ist im App Store live, Android folgt. Das Produkt teilt die KI-Dokumenten-Pipeline mit Otti AI — dieselbe Klassifizierungs- und Fristen-Logik, einmal für Privatpost, einmal für Immobilien-Eigentümer.
Das Problem hinter dem Projekt
Physische Post ist der letzte unorganisierte Posteingang: Rechnungen, Verträge und Behördenbriefe landen auf einem Stapel, Fristen leben im Kopf. Digitalisierungs-Apps scheitern meist an der Sortier-Arbeit, die sie dem Nutzer überlassen — der Stapel wandert nur vom Tisch ins Fotoalbum.
Der Produktkern ist deshalb die Automatik: Ein Dokument muss nach dem Erfassen ohne Nutzer-Arbeit richtig einsortiert sein — Typ, Absender, Betrag, Frist. Erst wenn die KI diese Arbeit zuverlässig übernimmt, entsteht das Gefühl, das die Marke verspricht: alles unter Kontrolle.
Was wir gebaut haben
KI-Dokumentenklassifizierung
Fotografieren oder importieren — Sortio erkennt Dokumenttyp, Absender und die relevanten Felder automatisch und legt alles strukturiert ab. Kein manuelles Verschlagworten.
Fristen- und Rechnungserkennung
Zahlungsfristen und Termine werden aus dem Dokument extrahiert und als Erinnerungen angelegt — die App meldet sich, bevor die Mahnung kommt.
Aufgeräumter Posteingang statt Archiv-Friedhof
Die Oberfläche ist um den Zustand "erledigt" gebaut: offene Pendenzen prominent, Erledigtes archiviert — Ordnung als Gefühl, nicht als Ordnerbaum.
Schweizer Fokus
Gebaut für Schweizer Post-Realität: QR-Rechnungen, Krankenkassen-Korrespondenz, Behördenbriefe — die Dokumenttypen, die hier tatsächlich im Briefkasten liegen.
Wie es wirklich gebaut ist
Sortio ist Expo/React Native (eine Codebasis, iOS live, Android in Vorbereitung) mit Supabase als Backend; RevenueCat übernimmt Abos. Die Dokumenten-KI läuft in einer Deno-Edge-Function mit einer dreistufigen Vision-Fallback-Kette: das schnelle Modell zuerst (löst ~95% der Fälle), ein stärkeres für dichte Rechnungen, ein Drittanbieter-Modell als Sicherheitsnetz bei Ausfällen — mit Timeout-Budgets pro Stufe, die in Summe unter dem Edge-Function-Limit bleiben. Prompt-Caching hält die Kosten des tausendfach identischen Extraktions-Prompts nahe null, und ein Warmup-Call beim Öffnen des Scanners bezahlt den Cold-Start, bevor der Nutzer ihn spürt.
Extrahiert wird in einem Durchgang: Dokumenttyp, Absender, Beträge, Fristen, Zusammenfassung, Ordner-Vorschlag (acht Schweizer Lebens-Kategorien von Rechnungen bis Behörden) und bis zu 100 Rechnungspositionen. Die Betrags-Logik ist bewusst konservativ — Versicherungssummen, Kontostände und Referenzbeträge werden explizit nicht als zahlbarer Betrag gewertet. Jeder Fremdwährungsbetrag wird zusätzlich nach CHF normalisiert, mit zwei FX-Providern und Cache — auch die Hotelrechnung in albanischen Lek landet korrekt im Fristen-Radar.
Die Erinnerungs-Engine ist der stillste, härteste Teil: Erinnerungen feuern am Vortag und am Fälligkeitstag um 09:00 Zürcher Zeit — egal, in welcher Zeitzone das Telefon steckt. Dahinter liegt echte Korrektheits-Arbeit: ein persistentes Fired-Log, ein Mutex gegen parallele Syncs und Deduplizierung pro Task und Zürcher Kalendertag. Entstanden aus einem realen Bug (Dutzende doppelte «Heute fällig»-Pings) — heute eine Zero-Duplicates-Invariante. Ein zweiter Claude-Agent beantwortet Fragen über die eigenen Dokumente («Wie viel habe ich dieses Jahr für die Krankenkasse bezahlt?») per Tool-Use über Dokumente, Positionen und Tasks.
- App
- Expo 54, React Native 0.81, React 19, TypeScript
- Backend
- Supabase (Postgres, RLS, Storage, Deno Edge Functions)
- KI-Pipeline
- 3-stufige Vision-Fallback-Kette + Prompt-Caching
- Chat-Agent
- Claude mit Tool-Use über eigene Dokumente
- FX
- CHF-Normalisierung, 2 Provider, ~160 Währungen
- Abos
- RevenueCat
- Website
- Next.js 16, Tailwind 4, i18n DE/FR/EN
Warum es so aussieht
Die App folgt einem dokumentierten «Swiss International Typographic Style»-System mit International Orange (#FF4F00) als Markenfarbe auf iOS-System-Grautönen — inklusive OLED-True-Black-Darkmode und Glas-Effekten. System-Fonts statt Custom-Typo: Eine Alltags-App soll sich nativ anfühlen, nicht gebrandet.
Der Ton ist Du-Form und gefühlsorientiert — die Landingpage wurde bewusst von Features auf Gefühle umgestellt: «Schluss mit Papierchaos. Endlich Ruhe.» Das Produktversprechen ist emotional (Kontrolle), die Technik bleibt unsichtbar.
KI-Produkte gewinnen beim Vertrauen in die Automatik: Jede Fehlklassifizierung kostet mehr Goodwill als zehn richtige Zuordnungen aufbauen. Deshalb zeigt Sortio nachvollziehbar, was erkannt wurde — Korrigieren ist ein Tap, und jede Korrektur macht das System besser.
Fragen zu diesem Projekt
Was macht Sortio technisch?
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Was unterscheidet Sortio von einem Scanner-Ordner?
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