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Case Study · Vergleichsportal · Relocation · Astro

Anonyme Offerten statt Telefonmarathon: ein Vergleichsportal als Produkt

ReloFinder lässt Firmen und Private Schweizer Relocation-Agenturen vergleichen und anonym konkurrierende Offerten einholen — kostenlos, mit verifizierten Review-Daten.

Zweiseitig
Marktplatz für Anfragen und Agenturen
Anonym
Offerten ohne Kontaktdaten-Preisgabe
Astro
Statisch schnell trotz Portal-Umfang
Kurzfassung

ReloFinder (relofinder.ch) ist ein Vergleichsportal für Schweizer Relocation-Agenturen, entwickelt von loaded.ch auf Astro: strukturierte Agentur-Profile mit verifizierten Review-Daten, eine anonyme Anfrage-Strecke, über die Interessenten konkurrierende Offerten erhalten, und eine Portal-Architektur, die trotz vieler Profilseiten statisch schnell bleibt. Das Projekt zeigt, wie loaded zweiseitige Plattformen baut: Angebots-Seite, Nachfrage-Seite und die Vermittlungslogik dazwischen.

Ausgangslage

Das Problem hinter dem Projekt

Wer einen Umzug in die Schweiz organisiert, findet Relocation-Agenturen nur über Einzelrecherche: jede Website einzeln, jede Anfrage einzeln, und wer einmal Kontaktdaten hinterlässt, wird wochenlang beworben. Auf der anderen Marktseite fehlt seriösen Agenturen ein Kanal für qualifizierte Anfragen jenseits von Google Ads.

Die Plattform-Architektur muss beide Seiten bedienen: vergleichbare, faire Agentur-Profile (statt bezahlter Rankings) und eine Anfrage-Strecke, die anonym bleibt, bis der Interessent sich entscheidet. Anonymität ist dabei Produktfeature und technische Anforderung zugleich.

Customer Journey

Vom ersten Kontakt bis zum Abschluss — die Mechanik dahinter

01

Vergleichen statt googeln

Interessenten finden über Regionen- und Service-Seiten strukturierte Agentur-Profile mit verifizierten Review-Daten — vergleichbar aufbereitet statt zehn einzelner Agentur-Websites.

02

Einmal beschreiben, mehrfach offerieren lassen

Der mehrstufige Lead-Wizard erfasst den Umzug einmal (mit Verzweigungslogik, z.B. Budget-Schritt nur bei Wohnungssuche); die Anfrage geht an passende Agenturen nach Region und Leistungsprofil.

03

Anonym bleiben bis zur Entscheidung

Firmen-Ausschreibungen laufen verdeckt — Agenturen sehen die Anforderungen, nicht den Namen. Erst wenn der Interessent wählt, wird der Kontakt hergestellt.

Die Lösung

Was wir gebaut haben

Strukturierte Agentur-Profile

Leistungen, Regionen und verifizierte Review-Daten in einheitlicher Struktur — vergleichbar für Menschen und maschinenlesbar für Suchmaschinen und KI-Assistenten.

Anonyme Offerten-Anfrage

Interessenten beschreiben ihren Umzug einmal und erhalten konkurrierende Offerten, ohne ihre Kontaktdaten vorab preiszugeben — die Plattform vermittelt, bis der Interessent wählt.

Zweiseitige Portal-Logik

Anfragen-Routing an passende Agenturen nach Region und Leistungsprofil — die Vermittlungsmechanik, die aus einem Verzeichnis einen Marktplatz macht.

Statische Architektur trotz Portal-Umfang

Profilseiten und Regionen-Seiten werden statisch generiert (Astro): Portal-Funktionalität mit Lighthouse-95+-Performance und minimalen Betriebskosten.

Tech-Stack: AstroVercel
Die Architektur

Wie es wirklich gebaut ist

ReloFinder v2 ist Astro 7 mit statisch generierten Profil-, Regionen- und Service-Seiten aus einem kuratierten Datensatz von über 50 Agenturen plus separatem Review-Datenbestand — die Vermittlungs-Endpunkte laufen als serverlose API-Routen daneben. Die Ranking-Logik ist fair kodiert: Agenturen mit verifizierten Reviews stehen über unverifizierten, unabhängig von der Bewertung, und alle publizierten Kennzahlen («N Agenturen, M+ Reviews») kommen aus einer einzigen Statistik-Funktion — Zahlen-Drift zwischen Seiten ist damit strukturell unmöglich.

Die Anonymität ist im Code erzwungen, nicht versprochen: Bei Firmen-Ausschreibungen zeigt die Bestätigungs-Mail wörtlich «Company: ████████ (hidden)» — Agenturen offerieren, ohne zu wissen, für wen, bis der Interessent sich zu erkennen gibt. Die Lead-Erfassung hat einen doppelten Boden: Fällt die Datenbank aus, geht der vollständige Lead per Notfall-E-Mail raus — ein Lead geht nie verloren.

Das Projekt ist auch kulturell interessant: Aus einem zweimonatigen Funnel-Bug in v1 (verursacht durch einen fehlenden Trailing Slash und einen doppelten Client-Store) wurden harte, im Repo dokumentierte Regeln — Pflicht-Trailing-Slashes, Verbot bestimmter Client-Bibliotheken, ein Logbuch pro Arbeitssession. Fehler werden zu Architektur, nicht zu Anekdoten. Interessenkonflikt inklusive: Das eigene Schwester-Unternehmen ist explizit von den Rankings ausgeschlossen.

Stack im Detail
Framework
Astro 7.0.6, React-19-Islands, Tailwind 4
Hosting
Netlify (Build-Time AVIF/WebP via sharp)
Daten
Kuratierte JSON-Datensätze (Agenturen, Reviews)
Leads
Supabase + Resend, E-Mail-Fallback bei DB-Ausfall
i18n
Natives Astro-i18n EN/DE/FR mit Hreflang
SEO/GEO
JSON-LD, llms.txt, IndexNow, v1-URL-Erhalt
Design-Rationale

Warum es so aussieht

Das Design-System heisst MERIDIAN und hat eine dokumentierte These: Ein Vergleichsportal für eine Vertrauensbranche muss aussehen wie das Research-Portal einer Schweizer Privatbank, nicht wie ein Startup. Newsreader als Display-Serif, Inter für Text, IBM Plex Mono für Labels und Tabellenzahlen; Tinte auf Papier, Schweizer Rot ausschliesslich für CTAs (maximal ~5% des Viewports), Messing für Premium-Akzente.

Das Signatur-Element ist die «anonymisierte Brief-Karte» mit Redaktions-Balken — das Produktversprechen (Anonymität) als visuelles Motiv. Keine Gradients, keine Glows, kein Schweizerkreuz-Kitsch.

Was wir daraus gelernt haben

Bei zweiseitigen Plattformen entscheidet die Reihenfolge: Erst die Angebots-Seite glaubwürdig füllen (vollständige, faire Profile), dann die Nachfrage-Seite öffnen. Ein Marktplatz, der mit leeren Regalen startet, bekommt keine zweite Chance — deshalb war die Profil-Datenstruktur der erste Sprint, nicht das Anfrage-Formular.

FAQ

Fragen zu diesem Projekt

Mit welchem Stack ist relofinder.ch gebaut?
Astro mit statisch generierten Profil- und Regionen-Seiten auf Vercel — Portal-Umfang bei Lighthouse 95+ und minimalen Betriebskosten. Die Plattform-Logik dahinter beschreibt /leistungen/saas-entwicklung/.
Was kostet ein Vergleichsportal?
Abhängig von Vermittlungslogik und Profiltiefe: Statische Verzeichnis-Portale sind deutlich günstiger als Marktplätze mit Matching und Abrechnungslogik. Bei loaded.ch starten Plattform-Projekte ab CHF 29'000; eine belastbare Einschätzung gibt das kostenlose Erstgespräch.
Warum Astro für ein Portal und nicht Next.js?
Weil der Grossteil eines Vergleichsportals Inhalt ist (Profile, Regionen, Ratgeber), der sich statisch generieren lässt — mit besserer Performance und tieferen Kosten. Interaktive Anteile (Anfrage-Strecke) laufen als Inseln. Bei stark personalisierten Portalen mit Logins fällt die Wahl auf Next.js — die Abwägung erklärt /blog/astro-vs-nextjs/.

Passende Leistung zu diesem Projekt: SaaS & Plattformen

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