Die KI, die Eigentümer-Papierkram erledigt
Otti AI sortiert Immobilien-Dokumente automatisch, behält Fristen im Blick, schreibt Korrespondenz und bewertet Liegenschaften — kostenlos, mit Schweizer Datenschutz.
Otti AI (otti-ai.ch) ist ein kostenloses KI-Werkzeug für Schweizer Immobilien-Eigentümer, entwickelt von loaded.ch: Next.js-Frontend plus Python/FastAPI-KI-Backend mit Gemini. Dokumente werden in eine 15-Kategorien-Taxonomie (Grundbuch, GEAK, Mietvertrag …) klassifiziert, Fristen als Tasks mit Erinnerungen extrahiert, Mieter-Korrespondenz per KI vorbereitet und Exposés serverseitig als PDF gerendert. Der Assistent «Otti» arbeitet agentisch — er legt per Function Calling wirklich Tasks und Liegenschaften an. Otti AI ergänzt die Verwaltungs-Software Ottione im selben Ökosystem: Ottione für professionelle Verwaltungen, Otti AI für private Eigentümer.
Das Problem hinter dem Projekt
Private Eigentümer haben dieselben Verwaltungsaufgaben wie Profis — Nebenkosten, Verträge, Fristen, Mieterkorrespondenz — aber weder Software noch Sekretariat dafür. Der Papierkram erledigt sich abends am Küchentisch, und die Bewertungsfrage ("Was ist die Liegenschaft wert?") wird an Makler mit Eigeninteresse delegiert.
Produktseitig war die Herausforderung, mehrere KI-Fähigkeiten (Dokumentklassifizierung, Fristen-Extraktion, Textgenerierung, Bewertung) in einen Ablauf zu bringen, der sich wie ein Werkzeug anfühlt statt wie vier Demos — und das nDSG-konform, weil Mietverhältnisse sensible Daten sind.
Was wir gebaut haben
Automatische Dokumentensortierung
Verträge, Abrechnungen, Behördenpost: Die KI klassifiziert Dokumente und ordnet sie der richtigen Liegenschaft und Kategorie zu — Schluss mit dem Bundesordner-Archäologie-Projekt.
Fristen-Überwachung
Kündigungsfristen, Zahlungstermine, Vertragsdaten werden aus Dokumenten extrahiert und überwacht — die relevanten Termine melden sich selbst.
KI-Korrespondenz
Standard-Schreiben an Mieter, Versicherungen oder Behörden werden aus dem Kontext vorbereitet — der Eigentümer prüft und sendet, statt bei null zu formulieren.
RAG-Chat über die eigenen Dokumente
Der Assistent «Otti» beantwortet Fragen über die eigenen Unterlagen (Embeddings-Suche) und handelt agentisch: Er legt per Function Calling Tasks und Liegenschaften wirklich an — mit Datums-Verankerung, damit «Ende Monat» das richtige Datum wird. Für die Wertermittlung integriert Otti AI das hedonische Bewertungsmodell von IAZI.
Wie es wirklich gebaut ist
Otti AI ist ein Monorepo aus Next.js-16-Frontend (Vercel) und Python/FastAPI-KI-Backend (Fly.io). Die Dokumenten-Ingestion fährt zweigleisig: Text-PDFs werden direkt extrahiert und an Gemini gegeben; gescannte PDFs ohne Textschicht gehen als Vision-Input an das multimodale Modell. Klassifiziert wird in eine 15-Kategorien-Taxonomie, die der Schweizer Eigentümer-Realität folgt — Grundbuchauszug, Versicherungspolice, Steuerwert, GEAK, Stockwerkeigentums-Reglement, SIA-Unterlagen — plus eine erschöpfende Metadaten-Extraktion (Kaufpreis, Mietzins, Eigenmietwert, Grundstücknummer, Dienstbarkeiten) in einem einzigen Modell-Aufruf.
Der Upload ist ein Two-Phase-Commit: Erst analysieren und dem Nutzer zeigen, dann bestätigen, dann persistieren — Fehlklassifizierungen verschmutzen nie die Datenbank. Aus extrahierten Fristen werden Tasks mit konfigurierbarem Erinnerungs-Vorlauf; ein täglicher Cron um 08:00 verschickt die fälligen Erinnerungen per React-Email. Datenisolation läuft über Supabase Row Level Security pro Nutzer, Dokumente liegen in einem privaten Storage-Bucket.
Der Chat ist agentisch im wörtlichen Sinn: Gemini mit Function-Declarations für create_task, create_property, get_tasks, get_properties — der Assistent führt aus, statt nur zu raten, mit heutigem Datum und Relativdatums-Auflösung im System-Prompt. Fürs Marketing generiert die Pipeline Inserats-Texte und Social-Bilder (Gemini Image), und Exposés werden serverseitig mit headless Chromium zu gebrandeten PDFs gerendert — eine der schwersten Vercel-Functions im Portfolio (300 Sekunden, 3 GB).
- Frontend
- Next.js 16, React 19, TypeScript, shadcn/ui
- KI-Backend
- Python / FastAPI auf Fly.io
- KI-Modelle
- Gemini (Vision + Function Calling), Embeddings-RAG
- Datenbank
- Supabase (RLS pro Nutzer, privater Storage-Bucket)
- Headless Chromium (Exposés), pdf2image (Scans)
- Bewertung
- IAZI-Integration (hedonisches Modell)
- E-Mail/Cron
- Resend + react-email, tägliche Reminder 08:00
Warum es so aussieht
Otti AI ist bewusst das warme Gegenstück zur institutionellen Ottione-Ästhetik: Orange-Amber-Verlauf (#f46b45 → #eea849), Glassmorphism-Karten, grosse Radien, nur Light Mode — dokumentierte Philosophie: «Cozy & User Friendly». Private Eigentümer sollen sich nicht wie in einer Verwaltungssoftware fühlen, sondern wie bei einem hilfsbereiten Concierge.
Der Assistent hat einen Namen und eine Persona («Otti», charmant, Schweizer Hochdeutsch, zitiert das Obligationenrecht) und wohnt in einer einklappbaren Agent-Sidebar — KI als ständiger Begleiter, nicht als verstecktes Feature.
Mehrere KI-Features werden erst als Workflow zum Produkt: Nutzer wollen nicht "KI ausprobieren", sondern einen Stapel Papier loswerden. Seit die Sortierung der Einstieg ist (sofortiger Nutzen) und Korrespondenz/Exposés darauf aufbauen, erklärt sich das Produkt selbst.
Fragen zu diesem Projekt
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