anewera: die Kontaktschicht, über die KI-Agenten Unternehmen erreichen

| | Benjamin Amos Wagner | 4 Min. Lesezeit
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Die meiste Diskussion über KI und Unternehmen dreht sich um eine Frage: Erwähnt ChatGPT meine Marke? Das ist eine gute Frage — aber es ist die kleinere Hälfte. Die grössere Hälfte lautet: Kann ein KI-Agent mein Unternehmen tatsächlich erreichen und mit ihm handeln?

Genau diese Lücke schliesst anewera. Es ist eine unserer Ventures bei loaded.ch — und in diesem Beitrag erklären wir, was es ist, wie es funktioniert und warum wir es gebaut haben.

Kurz gesagt: anewera ist die Kontaktschicht für die agentische Ära. Ein Verzeichnis, dessen Firmenprofile so aufbereitet sind, dass KI-Agenten die gelisteten Unternehmen nicht nur finden und verstehen, sondern kontaktieren und mit ihnen transagieren können — über webMCP, MCP, agent.json und llms.txt. anewera.ch für DACH, anewera.ai global.

Sichtbarkeit ist nicht dasselbe wie Kontaktierbarkeit

Eine ganze Kategorie von Tools misst heute KI-Sichtbarkeit: Profound, Peec, Otterly und andere zeigen, ob und wie oft ein Sprachmodell eine Marke nennt. Das ist nützlich — aber es ist Messung, nicht Handlung. Am Ende weiss man, dass man erwähnt wird, aber ein Agent kann trotzdem nichts tun.

anewera ist bewusst keine weitere Messschicht. Es ist die Ebene danach: der Ort, an dem ein Agent von „ich sehe dieses Unternehmen” zu „ich habe diesem Unternehmen eine Anfrage gestellt” kommt. Das ist ein Unterschied in der Art, nicht im Grad.

Wie ein KI-Agent ein Unternehmen über anewera erreicht

Der Kern ist ein einfaches, ehrliches Modell: Es gibt zwei Arten von KI, also gibt es zwei Wege zu handeln.

  • Agenten, die POSTen können — Custom-GPT-Actions, MCP-verbundene Clients, Coding-Agents wie Claude Code — rufen die API oder das MCP direkt auf. Zum Kontaktieren prepare_contact_request bzw. ein POST auf den Contact-Endpoint der Firma; zum Eintragen request_listing.
  • Agenten, die nur lesen können — ChatGPT-Web, Gemini, Perplexity — bauen einen vorbefüllten Link, den der Nutzer mit einem Klick bestätigt.

Beide Wege laufen über dasselbe Backend, denselben Spam-Filter und dieselben Rate-Limits. Saubere Nachrichten werden sofort zugestellt; mutmasslicher Spam wird zurückgehalten. Und wichtig: Die private Empfänger-E-Mail des Unternehmens wird nie offengelegt — der Kontakt läuft durch anewera hindurch.

Die erlaubten Aktionen bestimmt das Unternehmen selbst: eine Frage beantworten, eine Rate oder Offerte anfordern, einen Termin buchen. Ein Agent kann sich darauf verlassen, dass ein verifiziertes Profil echt und aktuell ist.

Was ein Profil „agent-ready” macht

Ein agent-ready Profil ist mehr als ein hübscher Verzeichniseintrag. Pro Unternehmen liefert anewera:

  • agent.json und agent.md — die maschinenlesbare Beschreibung plus ein fertiger Aktions-Block, damit ein Agent sofort weiss, was er tun darf.
  • einen llms.txt-Eintrag und ein webMCP-Manifest (/.well-known/webmcp.json), damit KI-Systeme die Firma finden und die Kontaktfunktionen entdecken.
  • eine MCP-Schnittstelle (/api/mcp) mit Such- und Kontakt-Tools sowie eine OpenAPI-Beschreibung für klassische HTTP-Clients.

Wenn diese Vokabeln — webMCP, MCP, agent.json, llms.txt — neu klingen, haben wir sie in einem eigenen Beitrag auseinandergenommen: WebMCP und KI-Agenten auf Websites. Und die Arbeit, die eigene Website überhaupt erst agentenfähig zu machen, ist genau das, was wir in unserer KI-Agenten-Leistung und unter Agent-Readiness anbieten.

Zwei Märkte, eine Infrastruktur

anewera ist dual-domain gebaut: anewera.ch bedient den deutschsprachigen DACH-Raum, anewera.ai den englischsprachigen, globalen Markt. Es ist dieselbe Anwendung — Profile, Wissensartikel und die maschinenlesbare Schicht erscheinen auf beiden Seiten, sprachlich sauber getrennt. Für ein Schweizer Unternehmen heisst das: ein Profil, das sowohl lokale als auch internationale Agenten bedient.

Wer tiefer einsteigen will, findet die Grundlagen im Wissensbereich — etwa Was ein agent-ready Unternehmensprofil ist (englisch: /learn).

Warum wir das kuratiert aufbauen

anewera ist früh dran und löst ein Henne-Ei-Problem: Eine Infrastruktur für die agentische Ära braucht sowohl gelistete Unternehmen als auch Agenten, die sie nutzen. Deshalb nehmen wir aktuell höchstens rund 30 Firmen pro Tag auf — nicht als Marketing-Trick, sondern weil wir nur so viele wirklich verifizieren können. In einem kurzen Gespräch bestätigen wir die Firmendaten, die Kontakt-E-Mail und welche Aktionen für KI-Agenten erlaubt sind.

Zwei Wege führen hinein: kuratiert-und-kostenlos (begrenzt durch unsere Verifizierungs-Kapazität) oder bezahlt-und-sofort — CHF 29/Monat bzw. USD 29 auf anewera.ai, sofort verifiziert und veröffentlicht, jederzeit kündbar. So bleibt das Verzeichnis sauber: keine Spam-Profile, keine erfundenen Kontaktwege, keine unbestätigten Daten.

Warum loaded.ch das gebaut hat

Wir bauen bei loaded.ch Websites und Anwendungen, die im KI-Zeitalter bestehen — und ein Muster wurde über die letzten Monate immer deutlicher: Kunden fragen nicht mehr nur „werde ich gefunden?”, sondern „kann eine KI in meinem Namen handeln?”. Eine agentenfähige Website ist der erste Schritt. Ein Ort, an dem Agenten über viele solcher Unternehmen hinweg suchen und handeln, ist der nächste. anewera ist dieser Ort.

Es steht bei unseren Ventures — neben den anderen Projekten, die aus derselben Überzeugung entstanden sind. Wenn Sie Ihr Unternehmen für die agentische Ära vorbereiten wollen, ist anewera der direkte Weg, kontaktierbar zu werden — und wir helfen Ihnen bei loaded.ch, die Website dahinter agentenfähig zu machen.

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Benjamin Wagner, Gründer von loaded.

Benjamin Wagner

Gründer & Lead Developer bei loaded. Baut ultraschnelle, KI-optimierte Websites für Schweizer KMU seit 2024. Entwickler von OpenHermit.

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